Allgemeine Geschäftsbedingungen
für die Nutzung von Ask Sona
Stand: Entwurf Version 0.3, 8. Oktober 2026
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (die „AGB“) gelten für sämtliche Verträge über die Nutzung des Software-as-a-Service-Angebots „Ask Sona“, abrufbar unter www.asksona.io und der zugehörigen Web-Anwendung (zusammen unser „Dienst“), die zwischen der Dinghy GmbH, Blumenstraße 77, 63069 Offenbach am Main, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main unter HRB 55121 („Dinghy“), und dem jeweiligen Kunden geschlossen werden.
Diese AGB gelten für alle Formen des Zugangs zum Dienst, einschließlich des Anonymen Tests, des Free-Plans, des Early-Adopters und aller Kostenpflichtigen Pläne. Bestimmungen, die nur für einzelne Zugangsformen gelten, sind ausdrücklich als solche gekennzeichnet.
Entgegenstehende, abweichende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, selbst wenn Dinghy ihnen nicht ausdrücklich widerspricht oder in Kenntnis solcher Bedingungen Leistungen vorbehaltlos erbringt. Im Einzelfall in Textform getroffene Individualabreden mit dem Kunden haben Vorrang vor diesen AGB.
Folgende Dokumente sind Vertragsbestandteil und gelten bei Widersprüchen in nachstehender Rangfolge: (a) Individualabreden in Textform; (b) der Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Anlage 2, soweit es um die Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag des Kunden geht; (c) diese AGB einschließlich der Nutzungsrichtlinie gemäß Anlage 1; (d) die Planübersicht.
§ 2 Begriffsbestimmungen
In diesen AGB haben die folgenden Begriffe die nachstehende Bedeutung:
„Konto“ ist das persönliche Nutzerkonto, das eine natürliche Person für den Dienst registriert.
„KI-Anbieter“ sind Drittanbieter von Modellen der künstlichen Intelligenz und der zugehörigen Infrastruktur, einschließlich Vermittlern, die Anfragen an solche Modelle weiterleiten, die Dinghy zur Erbringung des Dienstes einsetzt.
„Anonymer Test“ ist der zeitlich begrenzte, registrierungsfreie Testzugang zum Dienst gemäß Ziffer 7.2.
„Chat“ ist ein Gespräch zwischen einem Projektmitglied und einer Persona.
„Kunde“ ist der gemäß Ziffer 3.3 bestimmte Vertragspartner von Dinghy.
„Kundeninhalte“ sind sämtliche Inhalte, Daten und Materialien, die ein Nutzer in den Dienst eingibt, hochlädt oder auf sonstige Weise über den Dienst bereitstellt, insbesondere Eingaben (Prompts), Projektdateien, Persona-Beschreibungen, hochgeladene Bilder und Chat-Nachrichten.
„Kostenloser Zugang“ sind der Anonyme Test, der Free-Plan sowie unentgeltlich gewährte Bonus-Units (einschließlich der Early-Adopter-Bonus-Units).
„Ergebnisse“ sind sämtliche Inhalte, die der Dienst auf Grundlage von Kundeninhalten erzeugt, insbesondere Personas, Persona-Porträts, Zusammenfassungen, Zitate, Erkenntnisse und Chat-Antworten.
„Kostenpflichtiger Plan“ ist jeder entgeltliche Plan einschließlich Zusatz-Units.
„Persona“ ist eine fiktive Einzelperson mit strukturierter Beschreibung (Persona-Definition), die eine Zielgruppe, ein Marktsegment oder eine Stakeholder-Gruppe repräsentiert und die angesehen, bearbeitet und in einem Chat befragt werden kann.
„Persona-Vorlage“ ist eine Vorlage aus dem von Dinghy bereitgestellten öffentlichen Katalog, die ausprobiert und in ein Projekt übernommen werden kann.
„Plan“ ist der jeweilige Leistungsumfang des Dienstes (z. B. Free, Base, Pro, Teams).
„Planübersicht“ ist die zum Zeitpunkt der jeweiligen Bestellung unter www.asksona.io und im Dienst veröffentlichte Beschreibung der Pläne, ihrer Preise, der enthaltenen Units, der Testphasen und des Funktionsumfangs.
„Projekt“ ist ein Arbeitsbereich im Dienst, der Personas, Projektdateien, Projektmitglieder und Chats bündelt.
„Projektdatei“ ist in ein Projekt hochgeladenes Quellmaterial, das automatisch zu Zusammenfassungen, Zitaten und Erkenntnissen verarbeitet wird.
„Projektmitglied“ ist eine Person mit Zugriff auf ein Projekt, d. h. der Eigentümer des Projekts „Inhaber“ (EN: “Owner”) oder ein eingeladener Mitwirkender mit der Rolle „Bearbeiter“ (EN: “Editor”) oder „Betrachter“ (EN: “Viewer”).
„Abonnement“ ist der Vertrag über einen Kostenpflichtigen Plan mit wiederkehrendem Abrechnungszeitraum.
„Unit“ ist die Abrechnungseinheit des Dienstes; jedes aktive Projekt, jede aktive Persona und jedes eindeutige Projektmitglied zählt als eine Unit.
„Nutzer“ ist jede natürliche Person, die den Dienst nutzt, einschließlich Projektmitgliedern und Personen, die den Anonymen Test nutzen.
§ 3 Vertragsschluss
Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB ist die Nutzung des Dienstes nicht gestattet. Bei der Registrierung und bei jeder Bestellung bestätigt der Nutzer, dass er in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt. Dinghy ist berechtigt, angemessene Nachweise der Unternehmereigenschaft (z. B. eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer) zu verlangen und den Vertragsschluss abzulehnen oder den Vertrag zu kündigen, wenn ein solcher Nachweis nicht erbracht wird.
Nutzer müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
Vertragspartner („Kunde“) ist die natürliche Person, die Inhaber des Kontos ist. Registriert sich ein Nutzer oder bestellt er im Namen eines Unternehmens oder einer sonstigen Organisation, insbesondere durch Angabe eines Firmennamens oder einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, ist diese Organisation Kunde. Der Nutzer sichert in diesem Fall zu, zur Vertretung der Organisation berechtigt zu sein. Nutzer und Organisation sind Dinghy in diesem Fall gemeinsam für die Einhaltung dieser AGB verantwortlich.
Die Darstellung des Dienstes auf der Website stellt kein bindendes Angebot dar. Mit Abschluss der Registrierung gibt der Nutzer ein Angebot auf Abschluss eines Vertrags über den Kostenlosen Zugang ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn Dinghy das Konto freischaltet, was in der Regel durch Übersendung eines Login-Codes oder Bestätigungslinks geschieht.
Durch Auswahl eines Kostenpflichtigen Plans und gegebenenfalls von Zusatz-Units im Bestellvorgang des Dienstes und Anklicken des Bestellbuttons gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Abonnements ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn Dinghy die Bestellung in Textform bestätigt oder den Kostenpflichtigen Plan freischaltet, je nachdem, was zuerst eintritt. Vor Abgabe der Bestellung werden dem Kunden der Plan, der Abrechnungszeitraum, der Nettopreis, die anfallende Umsatzsteuer, eine etwaige Testphase sowie die Verlängerungs- und Kündigungsbedingungen angezeigt.
Ein Anspruch auf Vertragsschluss besteht nicht. Dinghy kann Registrierungen oder Bestellungen ohne Angabe von Gründen ablehnen.
Der Nutzer hat bei der Registrierung zutreffende Angaben zu machen und diese aktuell zu halten. Zugangsdaten, einschließlich Login-Codes und Passwörtern, sind geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Der Nutzer hat Dinghy unverzüglich zu informieren, wenn Anhaltspunkte für einen Missbrauch des Kontos bestehen. Der Kunde ist für alle über sein Konto vorgenommenen Handlungen verantwortlich, es sei denn, er weist nach, dass er den Missbrauch nicht zu vertreten hat. Jedes Konto darf nur von einer natürlichen Person genutzt werden.
§ 4 Leistungsumfang
Dinghy stellt den Dienst als webbasiertes Software-as-a-Service-Angebot bereit, das über das Internet mit einem aktuellen Webbrowser genutzt werden kann. Der Leistungsumfang ergibt sich aus diesen AGB, der Leistungsbeschreibung zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses und der Planübersicht für den jeweiligen Plan. Software wird dem Kunden nicht überlassen.
Der Dienst ermöglicht Nutzern insbesondere, Projekte anzulegen, Personas KI-gestützt (auch auf Grundlage von Projektdateien) zu generieren, Personas zu bearbeiten und zu archivieren, Projektdateien hochzuladen, Persona-Porträts zu generieren oder hochzuladen, Chats mit Personas zu führen und Projektmitglieder einzuladen. Welche Funktionen im Einzelnen verfügbar sind, richtet sich nach dem jeweiligen Plan.
Dinghy setzt zur Erbringung der KI-gestützten Funktionen des Dienstes KI-Anbieter ein. Dinghy wählt die KI-Modelle und KI-Anbieter nach billigem Ermessen aus und kann diese jederzeit austauschen, sofern (a) die vertraglich vereinbarte Funktionalität nicht wesentlich beeinträchtigt wird und (b) das im Auftragsverarbeitungsvertrag vereinbarte Datenschutzniveau gewahrt bleibt.
Dinghy entwickelt den Dienst fortlaufend weiter und darf einzelne Funktionen ändern, erweitern oder einstellen, soweit dies unter Berücksichtigung der Interessen von Dinghy für den Kunden zumutbar ist. Zumutbar ist eine Änderung insbesondere, wenn sie aufgrund des technischen Fortschritts, veränderter KI-Modelle, gesetzlicher oder regulatorischer Vorgaben oder aus Sicherheitsgründen erforderlich ist und die Kernfunktionalität des gebuchten Plans nicht wesentlich eingeschränkt wird. Beeinträchtigt eine Änderung die Kernfunktionalität eines Kostenpflichtigen Plans wesentlich zum Nachteil des Kunden, wird Dinghy den Kunden mindestens vier (4) Wochen im Voraus in Textform informieren; der Kunde kann das Abonnement in diesem Fall außerordentlich zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung kündigen.
Dinghy kann bestimmte Funktionen als Beta-, Vorschau- oder experimentelle Funktionen („Beta-Funktionen“) bereitstellen, die als solche gekennzeichnet sind. Beta-Funktionen werden in ihrem jeweiligen Zustand bereitgestellt, können Fehler enthalten und jederzeit ohne Ankündigung geändert oder eingestellt werden. Die Ziffern 17.1 bis 17.4 (Gewährleistung) finden auf Beta-Funktionen keine Anwendung.
Persönliche Beratungs-, Research- und Consulting-Leistungen durch die Dinghy GmbH sind nicht Bestandteil des Dienstes und bedürfen einer gesonderten Vereinbarung.
§ 5 Verfügbarkeit, Wartung und Support
Dinghy wird sich in angemessenem Umfang bemühen, den Dienst verfügbar zu halten. Soweit nicht ausdrücklich in Textform etwas anderes vereinbart ist, schuldet Dinghy keine bestimmte Verfügbarkeit.
Nicht als Nichtverfügbarkeit gelten: (a) geplante Wartungsarbeiten, die Dinghy nach Möglichkeit vorab ankündigt und zu nutzungsarmen Zeiten durchführt; (b) ungeplante Wartungsarbeiten, die zur Beseitigung von Sicherheitsrisiken oder kritischen Fehlern erforderlich sind; (c) Störungen aufgrund von Umständen außerhalb des zumutbaren Einflussbereichs von Dinghy, einschließlich höherer Gewalt, Störungen des Internets oder von Telekommunikationsnetzen sowie Ausfällen oder Einschränkungen von KI-Anbietern oder sonstiger Drittinfrastruktur, die Dinghy mit der gebotenen Sorgfalt ausgewählt hat; (d) Störungen, die vom Kunden oder seinen Nutzern verursacht werden.
Dinghy leistet Support per E-Mail an hello@dinghy.studio an Werktagen im Bundesland Hessen. Soweit nicht anders vereinbart, sind keine bestimmten Reaktions- oder Lösungszeiten geschuldet. Dinghy ist jedoch bemüht, alle Supportanfragen in angemessener Zeit zu beantworten.
§ 6 Beschaffenheit KI-generierter Ergebnisse
Personas sind fiktiv. Sie bilden Zielgruppen, Marktsegmente oder Stakeholder-Gruppen vereinfacht ab, stehen nicht für jedes Mitglied einer solchen Gruppe und sagen das Verhalten, die Meinungen oder Entscheidungen realer Menschen nicht vollständig zuverlässig voraus.
Ergebnisse werden automatisiert durch KI-Modelle erzeugt, die auf Wahrscheinlichkeitsbasis arbeiten. Ergebnisse können daher unrichtig, unvollständig, erfunden, veraltet, verzerrt, in sich widersprüchlich oder für die Zwecke des Kunden ungeeignet sein. Simulierte Antworten von Personas sind keine neuen Forschungsergebnisse, keine Aussagen realer Personen und ersetzen weder Nutzer- oder Marktforschung noch fachliche Beratung.
Der Dienst kennzeichnet, ob Aussagen auf hochgeladenen Quellen, auf Annahmen der Nutzer oder auf Schlussfolgerungen der KI beruhen. Auch diese Zuordnung wird KI-gestützt erzeugt und kann im Einzelfall unzutreffend sein.
Der Kunde ist allein dafür verantwortlich, Ergebnisse vor ihrer Verwendung auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Eignung zu prüfen, sowie für alle auf Grundlage von Ergebnissen getroffenen Entscheidungen. Der Kunde darf Ergebnisse nicht als alleinige Grundlage für Entscheidungen verwenden, die gegenüber natürlichen Personen rechtliche Wirkung entfalten oder sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigen.
KI-generierte Persona-Porträts sind im Dienst als solche gekennzeichnet. Veröffentlicht der Kunde Ergebnisse oder macht er sie Dritten zugänglich, ist er für die Einhaltung etwaiger Transparenz- und Kennzeichnungspflichten verantwortlich, insbesondere nach Art. 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung).
Für den Kunden erzeugte Ergebnisse können mit für andere Kunden erzeugten Ergebnissen identisch oder ihnen ähnlich sein. Dinghy übernimmt keine Gewähr dafür, dass Ergebnisse originell, durch Schutzrechte geschützt oder frei von Rechten Dritter sind.
§ 7 Kostenloser Zugang
Der Umfang des Kostenlosen Zugangs ergibt sich aus der Planübersicht. Der Kostenlose Zugang wird unentgeltlich und ohne Anspruch auf einen bestimmten Leistungsumfang oder eine bestimmte Verfügbarkeit gewährt.
Der Anonyme Test ermöglicht es, den Dienst innerhalb der in der Planübersicht genannten Grenzen ohne Registrierung zu testen. Ein anonymes Testkonto wird einschließlich aller darin erstellten Daten nach sieben (7) Tagen Inaktivität automatisch gelöscht. Registriert der Nutzer während des Anonymen Tests ein Konto, wird das Testprojekt in das Konto übernommen.
Kunden, die bereits die Vorgängerversion des Dienstes genutzt haben („Early Adopter“), erhalten zusätzlich zum Free-Plan die in ihrem Konto ausgewiesene Anzahl an Bonus-Units unentgeltlich für die Dauer des Bestehens ihres Kontos. Dinghy kann die Bonus-Units (a) aus wichtigem Grund, insbesondere bei einem Verstoß gegen diese AGB, oder (b) mit einer Frist von mindestens sechs (6) Monaten durch Erklärung in Textform entziehen oder reduzieren. Bonus-Units sind nicht übertragbar und haben keinen Geldwert.
Dinghy kann den Kostenlosen Zugang mit einer Frist von vier (4) Wochen durch Mitteilung in Textform ändern oder einstellen. Den Anonymen Test kann Dinghy jederzeit ohne Ankündigung ändern oder einstellen.
Für den Kostenlosen Zugang gilt Ziffer 18 mit der Maßgabe, dass Dinghy nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit haftet, ausgenommen in Fällen der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, des arglistigen Verschweigens von Mängeln sowie der Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz.
§ 8 Kostenpflichtige Pläne, Units und Testphase
Die in einem Kostenpflichtigen Plan enthaltenen Units, der Funktionsumfang und die Preise ergeben sich aus der Planübersicht zum Zeitpunkt der Bestellung. Je Konto kann jeweils nur ein Abonnement bestehen. Durch Archivieren eines Projekts oder einer Persona wird die entsprechende Unit freigegeben. Archivierte Projekte sind einschließlich der darin enthaltenen Chats schreibgeschützt.
Zusätzlich zu einem Kostenpflichtigen Plan kann der Kunde Zusatz-Units mit monatlichem Abrechnungszeitraum buchen, soweit diese in der Planübersicht angeboten werden. Für den Free-Plan können keine Zusatz-Units gebucht werden.
Bevor der Kunde einen kostenpflichtigen Plan abschliesst, hat er die Möglichkeit eine Testphase in Anspruch zu nehmen. Die Dauer der Testphase hängt vom gewählten Plan ab und setzt die Hinterlegung eines gültigen Zahlungsmittels voraus. Je Konto kann eine Testphase nur einmal in Anspruch genommen werden. Während der Testphase stehen keine Zusatz-Units zur Verfügung, der Kunde kann die Testphase jedoch im Dienst vorzeitig beenden. Mit Ablauf der Testphase geht das Abonnement automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement für den gewählten Plan und Abrechnungszeitraum über, sofern der Kunde nicht vor Ende der Testphase kündigt. Dinghy erinnert den Kunden vor Ende der Testphase per E-Mail.
Planwechsel erfolgen im Dienst. Ein Upgrade auf einen höheren Plan und ein Wechsel von monatlicher auf jährliche Abrechnung werden sofort wirksam; der nicht verbrauchte Teil bereits gezahlter Entgelte wird anteilig gutgeschrieben. Ein Downgrade auf einen niedrigeren Plan und ein Wechsel von jährlicher auf monatliche Abrechnung werden zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums wirksam; eine Erstattung erfolgt nicht. Ein Downgrade ist nur möglich, wenn die Anzahl der belegten Units die im Zielplan enthaltenen Units nicht übersteigt. Änderungen der Anzahl der Zusatz-Units werden sofort wirksam; anteilige Beträge oder Gutschriften werden auf der nächsten Rechnung ausgewiesen.
Übersteigen nach einem Downgrade oder dem Ende eines Abonnements die belegten Units die verfügbaren Units, bleiben alle bestehenden Inhalte gespeichert. Überzählige Projekte und Personas werden jedoch gesperrt und überzählige Projektmitglieder deaktiviert, beginnend mit den am längsten nicht genutzten, bis wieder ausreichend Units verfügbar sind. Es können keine neuen Projekte, Personas oder Projektmitglieder angelegt werden. An einen bestimmten Plan gebundene Funktionen stehen nicht mehr zur Verfügung; die zugehörigen Daten bleiben erhalten. Dinghy behält sich vor, für Inhalte, die die verfügbare Kapazität übersteigen, angemessene Beschränkungen oder Löschfristen einzuführen; in diesem Fall wird Dinghy den Kunden mindestens acht (8) Wochen im Voraus in Textform informieren und ihm Gelegenheit geben, den Export seiner Inhalte zu beantragen oder diese anderweitig zu archivieren.
§ 9 Preise und Zahlung
Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung in der Planübersicht angegebenen Preise. Alle Preise sind Nettopreise zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht das Reverse-Charge-Verfahren Anwendung findet.
Die Entgelte sind für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich) im Voraus zu zahlen. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über einen Zahlungsdienstleister mit den im Bestellvorgang angebotenen Zahlungsmitteln. Der Kunde ermächtigt Dinghy und den Zahlungsdienstleister, die Entgelte zum jeweiligen Fälligkeitstermin über das gewählte Zahlungsmittel einzuziehen.
Rechnungen werden elektronisch erstellt und im Kundenportal des Zahlungsdienstleisters bereitgestellt. Der Kunde ist mit der Übermittlung von Rechnungen in elektronischer Form einverstanden.
Schlägt eine Zahlung fehl, unternimmt der Zahlungsdienstleister erneute Einzugsversuche. Während dieses Zeitraums behält der Kunde seinen Kostenpflichtigen Plan. Kann innerhalb von 14 Tagen nach einer fehlgeschlagenen Zahlung keine erfolgreiche Zahlung verbucht werden, endet das Abonnement und das Konto fällt automatisch auf den Free-Plan zurück; Ziffer 8.5 gilt entsprechend. Schlägt nur die Zahlung für Zusatz-Units fehl, bleibt ein vorausbezahlter Jahresplan bestehen und es werden lediglich die Zusatz-Units ausgesetzt. Ansprüche von Dinghy auf rückständige Entgelte, Verzugszinsen (§ 288 Abs. 2 BGB) und die Pauschale nach § 288 Abs. 5 BGB bleiben unberührt.
Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Kunde nur aufgrund von Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis ausüben.
Dinghy kann die Preise für bestehende Abonnements mit Wirkung zum Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums ändern. Dinghy wird dem Kunden die Preisänderung mindestens sechs (6) Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mitteilen. Im Fall einer Preiserhöhung kann der Kunde das Abonnement zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preisänderung kündigen; auf dieses Recht wird Dinghy in der Mitteilung hinweisen. Preisänderungen werden über neue Planversionen umgesetzt; die gebuchte Planversion gilt bis zum Wirksamwerden der Änderung fort.
§ 10 Laufzeit und Kündigung
Verträge über den Kostenlosen Zugang werden auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Kunde kann jederzeit die Löschung seines Kontos durch eine Email an den Dinghy Support beantragen. Dinghy kann sie mit einer Frist von vier (4) Wochen in Textform kündigen.
Abonnements haben eine Laufzeit, die dem gewählten Abrechnungszeitraum (ein Monat oder ein Jahr) entspricht, und verlängern sich automatisch um einen weiteren Abrechnungszeitraum gleicher Länge, sofern sie nicht vor Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden.
Der Kunde kann ein Abonnement jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen, entweder über das Kundenportal des Zahlungsdienstleisters oder in Textform. Bereits gezahlte Entgelte werden nicht anteilig erstattet.
Dinghy kann ein Abonnement unter Einhaltung einer Frist von mindestens dreißig (30) Tagen zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums in Textform kündigen.
Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für Dinghy insbesondere vor, wenn (a) der Kunde oder ein ihm zurechenbarer Nutzer wesentlich oder wiederholt gegen diese AGB oder die Nutzungsrichtlinie verstößt und den Verstoß nicht innerhalb einer von Dinghy gesetzten angemessenen Frist beseitigt, sofern eine Fristsetzung nicht nach den gesetzlichen Vorschriften entbehrlich ist; (b) der Kunde mit der Zahlung der Entgelte für zwei aufeinanderfolgende Abrechnungszeiträume oder mit einem Betrag in Höhe von zwei Monatsentgelten in Verzug ist; oder (c) der Kunde falsche Angaben zu seiner Unternehmereigenschaft gemacht hat.
Die schriftliche Beantragung der Löschung des Kontos erwirkt die Beendigung aller das Konto betreffenden Verträge, einschließlich eines Abonnements, mit Wirkung zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums.
§ 11 Folgen der Vertragsbeendigung; Datenabruf
Mit Vertragsende endet das Recht des Kunden zur Nutzung des Dienstes. Bei Abonnements fällt das Konto auf den Free-Plan zurück, sofern das Konto nicht gelöscht wird.
Nach Löschung eines Kontos oder Beendigung aller das Konto betreffenden Verträge löscht Dinghy die im Konto gespeicherten Kundeninhalte innerhalb von sieben (7) Tagen, sofern nicht gesetzliche Aufbewahrungspflichten eine längere Speicherung erfordern. Daten in Datensicherungen werden im Rahmen der regulären Rotation der Datensicherungen innerhalb von sieben (7) Tagen gelöscht. Für Inhalte, die zu Projekten anderer Inhaber beigetragen wurden, gilt Ziffer 12.5.
Der Kunde ist dafür verantwortlich, rechtzeitig vor Vertragsende den Export von Kundeninhalten und Ergebnissen, die er behalten möchte, durch eine Email an den Dinghy Support zu beantragen oder diese anderweitig zu sichern.
§ 12 Projekte und Projektmitglieder
Der Nutzer, der ein Projekt anlegt, ist dessen Inhaber. Der Inhaber kann andere Personen als Projektmitglieder mit der Rolle Bearbeiter (Bearbeitungsrecht) oder Betrachter (Leserecht) einladen, Projektmitglieder entfernen und das Projekt archivieren. Die Eigentümerschaft an einem Projekt kann nur durch Dinghy auf Antrag und mit Zustimmung des bisherigen und des künftigen Inhabers übertragen werden.
Eingeladene Personen müssen ein eigenes Konto registrieren und diese AGB akzeptieren, um Projektmitglied zu werden. Projektmitglieder verbrauchen Units aus dem Kontingent des Inhabers; daraus resultierende Entgelte trägt der Inhaber. Ob und in welchem Umfang Projektmitglieder in einem Plan zur Verfügung stehen, ergibt sich aus der Planübersicht.
Gegenüber Dinghy ist der Inhaber für das Projekt und dessen Inhalte verantwortlich, einschließlich der von anderen Projektmitgliedern beigetragenen Inhalte, sowie dafür, dass Projektmitglieder diese AGB und die Nutzungsrichtlinie einhalten. Jedes Projektmitglied bleibt selbst für sein eigenes Verhalten und die von ihm beigetragenen Inhalte verantwortlich. Hinsichtlich der im Projekt enthaltenen personenbezogenen Daten ist der Kunde, der das Inhaber-Konto innehat, gegenüber Dinghy Verantwortlicher im Sinne der DSGVO (siehe Ziffer 16).
Chats sind nur für das Projektmitglied sichtbar, das sie angelegt hat; weder der Inhaber noch andere Projektmitglieder haben Zugriff darauf. Der Ersteller eines Chats kann diesen löschen.
Wird ein Projektmitglied aus einem Projekt entfernt oder löscht es sein Konto, verbleiben die von ihm zum Projekt beigetragenen Inhalte (insbesondere Personas, Bearbeitungen und Projektdateien) im Projekt und in der Verfügungsgewalt des Inhabers.
§ 13 Kundeninhalte
Im Verhältnis der Parteien verbleiben alle Rechte an Kundeninhalten beim Kunden.
Der Kunde räumt Dinghy ein einfaches, nicht übertragbares (ausgenommen an Subunternehmer gemäß Ziffer 23.5), unentgeltliches, auf die Vertragslaufzeit sowie auf den für die Löschung gemäß Ziffer 11.2 erforderlichen Zeitraum beschränktes Recht ein, die Kundeninhalte ausschließlich zum Zweck der Erbringung des Dienstes zu speichern, zu vervielfältigen, zu verarbeiten, an KI-Anbieter zu übermitteln und berechtigten Projektmitgliedern zugänglich zu machen.
Dinghy verwendet Kundeninhalte und Ergebnisse nicht zum Training eigener oder fremder KI-Modelle. Dinghy weist KI-Anbieter vertraglich oder technisch an, Kundeninhalte nicht zu Trainingszwecken zu verwenden und Anfragen, soweit verfügbar, ohne Datenspeicherung (Zero Data Retention) zu verarbeiten.
Der Kunde sichert zu, dass (a) er über alle Rechte verfügt, die für das Hochladen und die Nutzung der Kundeninhalte im Dienst erforderlich sind, (b) Kundeninhalte weder Rechte Dritter noch geltendes Recht verletzen, (c) er für die Verarbeitung personenbezogener Daten Dritter in Kundeninhalten (z. B. von Interviewteilnehmern) über eine datenschutzrechtliche Rechtsgrundlage verfügt und seine Informationspflichten gegenüber den betroffenen Personen erfüllt hat und (d) Kundeninhalte keine besonderen Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 DSGVO und keine personenbezogenen Daten über strafrechtliche Verurteilungen und Straftaten im Sinne von Art. 10 DSGVO enthalten, sofern nicht ausdrücklich in Textform mit Dinghy etwas anderes vereinbart ist.
Dinghy ist nicht verpflichtet, Kundeninhalte zu überprüfen. Dinghy kann Kundeninhalte nach Maßgabe von Ziffer 15 und der Nutzungsrichtlinie entfernen oder den Zugang zu ihnen sperren.
§ 14 Rechte an Ergebnissen, Persona-Vorlagen und am Dienst
Soweit Rechte an Ergebnissen in der Person von Dinghy entstehen, überträgt Dinghy dem Kunden sämtliche übertragbaren Rechte hieran und räumt ihm, soweit Rechte nicht übertragbar sind, ein ausschließliches, zeitlich und räumlich unbeschränktes, unwiderrufliches und unentgeltliches Recht ein, die Ergebnisse für jeden rechtmäßigen Zweck zu nutzen. Der Kunde nimmt zur Kenntnis, dass KI-generierte Ergebnisse möglicherweise nicht urheberrechtlich oder durch sonstige Schutzrechte geschützt sind.
Alle Rechte an den Persona-Vorlagen verbleiben bei Dinghy. Mit Übernahme einer Persona-Vorlage in ein Projekt erhält der Kunde ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes, unentgeltliches Recht, die übernommene Persona für eigene geschäftliche Zwecke und für Zwecke seiner Auftraggeber zu nutzen, zu bearbeiten und anzupassen. Der Kunde darf die Persona-Vorlagen nicht als Sammlung vervielfältigen oder verbreiten oder Dritten als Vorlagen zur Verfügung stellen.
Alle Rechte am Dienst, einschließlich der Software, ihrer Benutzeroberfläche, Datenbanken, Dokumentation, Marken und sonstigen Kennzeichen, verbleiben bei Dinghy oder deren Lizenzgebern. Der Kunde erhält nur die in diesen AGB ausdrücklich eingeräumten, auf die Vertragslaufzeit beschränkten Nutzungsrechte.
Stellt der Kunde Dinghy Vorschläge, Ideen oder Feedback zum Dienst zur Verfügung, kann Dinghy diese unentgeltlich und uneingeschränkt nutzen. Rechte an Kundeninhalten werden Dinghy hierdurch nicht eingeräumt.
Dinghy darf technische Daten und Nutzungsdaten zur Nutzung des Dienstes (nicht jedoch die Inhalte von Kundeninhalten oder Ergebnissen) in anonymisierter oder aggregierter Form erheben und auswerten, um den Dienst zu betreiben, abzusichern und zu verbessern. Für die Verarbeitung personenbezogener Daten zu diesen Zwecken gilt die Datenschutzerklärung.
§ 15 Zulässige Nutzung; Maßnahmen bei Verstößen
Der Kunde stellt sicher, dass der Dienst nur im Einklang mit geltendem Recht, diesen AGB und der Nutzungsrichtlinie (Anlage 1) genutzt wird, die auch die darin weitergegebenen Nutzungsrichtlinien der KI-Anbieter umfasst.
Bestehen konkrete Anhaltspunkte dafür, dass Kundeninhalte oder die Nutzung des Dienstes gegen geltendes Recht, Rechte Dritter, diese AGB oder die Nutzungsrichtlinie verstoßen, oder ist die Sicherheit oder Integrität des Dienstes gefährdet, kann Dinghy verhältnismäßige Maßnahmen ergreifen, insbesondere einzelne Inhalte entfernen oder den Zugang zu ihnen sperren, Funktionen einschränken oder den Zugang zum Konto ganz oder teilweise vorübergehend sperren. Bei der Auswahl der Maßnahme berücksichtigt Dinghy die berechtigten Interessen des Kunden und insbesondere, ob ein milderes Mittel ausreicht. Dinghy informiert den Kunden unverzüglich über die Maßnahme und ihre Gründe, sofern dies nicht untunlich oder rechtswidrig ist, und hebt die Maßnahme auf, sobald ihr Grund entfällt. Weitergehende Rechte, insbesondere das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund, bleiben unberührt.
Jede Person kann Inhalte, die sie für rechtswidrig hält, an Dinghy unter abuse@asksona.io melden. Einzelheiten zum Meldeverfahren und zur Bearbeitung von Meldungen regelt die Nutzungsrichtlinie.
§ 16 Datenschutz
Dinghy verarbeitet personenbezogene Daten der Nutzer für eigene Zwecke (insbesondere Kontoverwaltung, Abrechnung, Sicherheit, Support und Analyse) als Verantwortlicher. Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.
Soweit Dinghy in Kundeninhalten enthaltene personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, handelt Dinghy als Auftragsverarbeiter. Für diese Verarbeitung gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Anlage 2, der mit Annahme dieser AGB Vertragsbestandteil wird. Auf Anfrage stellt Dinghy dem Kunden ein von Dinghy unterzeichnetes Exemplar des Auftragsverarbeitungsvertrags zur Verfügung.
Mitarbeiter von Dinghy greifen nur auf Kundeninhalte zu, (a) auf Anfrage des Kunden, etwa zur Erbringung von Support, und nur soweit hierfür erforderlich, (b) bei konkreten Anhaltspunkten für einen Verstoß im Sinne von Ziffer 15.2 oder für einen Sicherheitsvorfall, und nur soweit zu deren Aufklärung erforderlich, oder (c) soweit dies gesetzlich oder durch Anordnung einer zuständigen Behörde oder eines Gerichts vorgeschrieben ist. Zugriffe werden dokumentiert.
§ 17 Gewährleistung (Kostenpflichtige Pläne)
Dinghy gewährleistet, dass der Dienst während der Laufzeit eines Abonnements im Wesentlichen der Leistungsbeschreibung entspricht und nicht mit Mängeln behaftet ist, die seine Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch mehr als unerheblich mindern.
Im Hinblick auf Ziffer 6 stellt der Umstand, dass Ergebnisse im Einzelfall unrichtig, unvollständig oder ungeeignet sind, für sich genommen keinen Mangel des Dienstes dar.
Der Kunde hat Mängel unverzüglich in Textform und unter möglichst genauer Beschreibung an Dinghy zu melden. Dinghy beseitigt gemeldete Mängel innerhalb angemessener Frist, nach eigener Wahl durch Fehlerbehebung, Umgehungslösung oder neuen Softwarestand. Das gesetzliche Recht des Kunden zur Minderung bleibt unberührt. Eine Kündigung wegen Nichtgewährung des Gebrauchs (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 BGB) ist erst zulässig, wenn Dinghy ausreichend Gelegenheit zur Mängelbeseitigung gegeben wurde und diese fehlgeschlagen ist.
Die verschuldensunabhängige Haftung auf Schadensersatz für bereits bei Vertragsschluss vorhandene Mängel (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB) ist ausgeschlossen. Für Schadensersatzansprüche gilt Ziffer 18.
Beim Kostenlosen Zugang haftet Dinghy für Mängel des Dienstes nur, wenn Dinghy sie arglistig verschweigt.
§ 18 Haftung
Dinghy haftet unbeschränkt (a) für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden, (b) für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, (c) nach dem Produkthaftungsgesetz, (d) soweit Dinghy eine Garantie übernommen hat, und (e) bei arglistigem Verschweigen eines Mangels.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung von Dinghy auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut und vertrauen darf.
In den Fällen der Ziffer 18.2 ist die Haftung von Dinghy je Kalenderjahr zusätzlich auf die Summe der vom Kunden in den zwölf (12) Monaten vor dem schadensbegründenden Ereignis gezahlten Entgelte begrenzt. Die Mindesthaftungssumme beträgt 5.000 EUR.
In allen übrigen Fällen leichter Fahrlässigkeit, vor allem bei Schäden, die durch den Kunden durch die Nichtbeachtung von Ziffer 6.4 entstehen, ist die Haftung von Dinghy ausgeschlossen.
Bei Verlust von Daten haftet Dinghy nur für den Aufwand, der für die Wiederherstellung der Daten erforderlich gewesen wäre, wenn der Kunde seine Daten in einer dem Risiko angemessenen Weise gesichert hätte.
Dinghy haftet nicht für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Eignung von Ergebnissen oder für auf Grundlage von Ergebnissen getroffene Entscheidungen, außer in den Fällen der Ziffer 18.1.
Die Haftungsbeschränkungen dieser Ziffer 18 gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen von Dinghy.
Schadensersatzansprüche gegen Dinghy verjähren, außer in den Fällen der Ziffer 18.1, in einem (1) Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn.
§ 19 Freistellung
Der Kunde stellt Dinghy von allen Ansprüchen frei, die Dritte (einschließlich betroffener Personen und Behörden) gegen Dinghy mit der Begründung geltend machen, dass Kundeninhalte oder die Nutzung des Dienstes durch den Kunden ihre Rechte oder geltendes Recht verletzen, sofern der Kunde die Rechtsverletzung zu vertreten hat. Die Freistellung umfasst die angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung. Dinghy wird den Kunden unverzüglich über solche Ansprüche informieren und ihm die Beteiligung an der Rechtsverteidigung ermöglichen.
§ 20 Vertraulichkeit
Jede Partei behandelt alle Informationen der anderen Partei vertraulich, die als vertraulich gekennzeichnet sind oder deren Vertraulichkeit sich aus den Umständen ergibt, insbesondere Kundeninhalte, und verwendet diese nur zu Vertragszwecken. Diese Pflicht gilt nicht für Informationen, die der empfangenden Partei nachweislich bereits bekannt waren, ohne Verschulden der empfangenden Partei öffentlich zugänglich sind oder werden oder aufgrund gesetzlicher Pflichten oder behördlicher oder gerichtlicher Anordnungen offenzulegen sind.
Die Vertraulichkeitspflicht besteht für drei (3) Jahre nach Vertragsende fort. Die gesetzlichen Vorschriften zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen bleiben unberührt.
§ 21 Änderungen dieser AGB
Dinghy kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dies aufgrund einer Änderung der Rechtslage, der Rechtsprechung, des technischen Umfelds, der eingesetzten KI-Modelle oder der Funktionen des Dienstes oder zur Schließung von Regelungslücken erforderlich ist und die Änderung das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung nicht zum Nachteil des Kunden verschiebt. Preisänderungen richten sich ausschließlich nach Ziffer 9.6, Änderungen des Leistungsumfangs nach Ziffer 4.4.
Dinghy teilt dem Kunden Änderungen mindestens sechs (6) Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit. Die Änderungen gelten als genehmigt, wenn der Kunde ihnen nicht vor dem Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens in Textform widerspricht. Auf diese Folge, das Widerspruchsrecht und die Frist wird Dinghy in der Mitteilung besonders hinweisen. Widerspricht der Kunde, wird der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fortgesetzt; in diesem Fall können beide Parteien den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen kündigen.
Änderungen, die nicht unter Ziffer 21.1 fallen, bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Kunden, die auch durch Annahme der geänderten AGB im Dienst erklärt werden kann.
§ 22 Kommunikation
Dinghy kann vertragsbezogene Erklärungen und Mitteilungen an die im Konto hinterlegte E-Mail-Adresse senden. Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass er unter dieser Adresse Nachrichten empfangen kann.
Soweit in diesen AGB nicht anders bestimmt, bedürfen Erklärungen des Kunden der Textform. Hierzu kann mit Dinghy z. B. unter hello@dinghy.studio Kontakt aufgenommen werden.
§ 23 Schlussbestimmungen
Für diese AGB und alle unter ihnen geschlossenen Verträge gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit unter diesen AGB geschlossenen Verträgen ist Frankfurt am Main, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist oder keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat. Dinghy ist berechtigt, auch am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden zu klagen.
Diese AGB liegen in deutscher und englischer Sprache vor. Im Fall von Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich.
Der Kunde kann Rechte und Pflichten aus dem Vertrag nur mit vorheriger Zustimmung von Dinghy in Textform auf Dritte übertragen. § 354a HGB bleibt unberührt.
Dinghy ist berechtigt, sich zur Erfüllung seiner Pflichten Subunternehmern zu bedienen. Für den Einsatz von Unterauftragsverarbeitern gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.