Nutzungsrichtlinie
Acceptable Use Policy
Stand: Entwurf Version 0.3, 8. Oktober 2026
Anlage 1 zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Eine Übersicht der eingesetzten KI-Anbieter und ihrer Nutzungsrichtlinien finden Sie unter Unterauftragsverarbeiter und KI-Anbieter.
§ 1 Zweck und Anwendungsbereich
Diese Nutzungsrichtlinie (die „Richtlinie“) regelt die Nutzung des Dienstes Ask Sona. Sie ist Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Dinghy GmbH (die „AGB“). Großgeschriebene Begriffe haben die in den AGB festgelegte Bedeutung.
Diese Richtlinie gilt für alle Nutzer, einschließlich Projektmitgliedern und Personen, die den Anonymen Test nutzen. Kunden stellen sicher, dass alle Nutzer, die über ihre Konten oder in ihren Projekten handeln, diese Richtlinie einhalten.
Ask Sona dient dazu, Entscheidungen mit fiktiven, auf Research gestützten Personas zu unterstützen. Der Dienst ist kein Werkzeug, um reale Einzelpersonen zu simulieren, zu profilieren oder nachzuahmen, und ersetzt keine Forschung mit realen Menschen. Die nachfolgenden Regeln ergeben sich aus diesem Zweck.
§ 2 Allgemeine Grundsätze
Nutzer dürfen den Dienst nur zu rechtmäßigen geschäftlichen Zwecken und unter Einhaltung des geltenden Rechts nutzen, insbesondere des Datenschutz-, Urheber-, Wettbewerbs-, Verbraucherschutz- und Antidiskriminierungsrechts.
Nutzer sind für alle Kundeninhalte, die sie hochladen oder eingeben, sowie für die Art und Weise, in der sie Ergebnisse verwenden, verantwortlich.
§ 3 Reale Personen
Nutzer dürfen keine Personas erstellen, die eine bestimmte, identifizierbare natürliche Person darstellen, nachahmen oder ihr zugeordnet werden können, einschließlich Personen des öffentlichen Lebens, Mitarbeitern, Bewerbern, Kunden, Interviewteilnehmern oder Vertretern von Wettbewerbern.
Personas dürfen aus Research mit realen Menschen (z. B. Interviews) abgeleitet werden, sofern die Persona Merkmale mehrerer Personen zusammenführt oder auf andere Weise so gestaltet ist, dass kein einzelner Studienteilnehmer anhand der Persona identifiziert werden kann.
Nutzer dürfen keine Fotos oder sonstigen Abbildungen realer Personen als Persona-Porträts hochladen, es sei denn, sie verfügen über alle erforderlichen Rechte und die abgebildete Person hat in diese Nutzung eingewilligt. Nutzer dürfen keine Porträts generieren, die einer realen Person ähneln sollen.
Nutzer dürfen den Dienst nicht nutzen, um Inhalte zu erstellen, die mit authentischem Bild-, Ton- oder Videomaterial realer Personen verwechselt werden können (Deepfakes).
§ 4 Personenbezogene Daten in Kundeninhalten
Nutzer dürfen personenbezogene Daten Dritter (z. B. Interviewtranskripte) nur hochladen, wenn sie hierfür über eine Rechtsgrundlage verfügen und die betroffenen Personen gemäß Art. 13 und 14 DSGVO informiert haben. Nutzer sollen Namen und andere direkte Identifikatoren aus Research-Material entfernen oder pseudonymisieren, wo immer dies möglich ist, ohne den Zweck zu vereiteln.
Sofern nicht ausdrücklich in Textform mit Dinghy etwas anderes vereinbart ist, dürfen Nutzer Folgendes nicht hochladen:
besondere Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 DSGVO (z. B. Gesundheitsdaten, Daten, aus denen die rassische oder ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse Überzeugungen oder die Gewerkschaftszugehörigkeit hervorgehen, Daten zur sexuellen Orientierung, genetische oder biometrische Daten);
personenbezogene Daten über strafrechtliche Verurteilungen und Straftaten (Art. 10 DSGVO);
personenbezogene Daten von Kindern unter 16 Jahren;
amtliche Identifikationsnummern, Bank- oder Zahlungskartendaten, Passwörter oder sonstige Zugangsdaten;
personenbezogene Daten, die rechtswidrig erlangt wurden, etwa durch Scraping unter Verstoß gegen die Bedingungen der Quelle oder ohne Rechtsgrundlage.
§ 5 Redlicher Umgang mit Ergebnissen
Nutzer dürfen Ergebnisse weder intern noch extern als Aussagen, Meinungen, Empfehlungen, Bewertungen, Umfrageergebnisse oder Forschungsergebnisse realer Personen ausgeben.
Nutzer dürfen Personas oder Ergebnisse nicht zur Kommunikation mit Dritten in einer Weise nutzen, die verschleiert, dass es sich um KI-generierte Inhalte handelt, etwa als automatisierte Gesprächspartner, Social-Media-Konten oder Vertriebsagenten, die sich als reale Personen ausgeben.
Veröffentlichen Nutzer Ergebnisse oder machen sie sie Dritten zugänglich, haben sie geltende Transparenz- und Kennzeichnungspflichten einzuhalten, insbesondere Art. 50 KI-Verordnung, und dürfen Kennzeichnungen oder Markierungen, die auf eine KI-Erzeugung hinweisen, weder entfernen noch verändern.
§ 6 Unzulässige Entscheidungsfindung und Profilbildung
Nutzer dürfen den Dienst oder Ergebnisse nicht verwenden,
als alleinige oder maßgebliche Grundlage für Entscheidungen, die gegenüber einer natürlichen Person rechtliche Wirkung entfalten oder sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigen;
um reale Bewerber, Beschäftigte oder sonstige Einzelpersonen zu sichten, zu bewerten, zu reihen oder auszuwählen, auch nicht durch einen Abgleich realer Personen mit einer Persona;
um die Kreditwürdigkeit, Versicherbarkeit, den Anspruch auf öffentliche Leistungen, den Zugang zu Bildung oder zu sonstigen wesentlichen Leistungen natürlicher Personen zu beurteilen;
zur Profilbildung über identifizierbare natürliche Personen;
für Praktiken, die nach Art. 5 KI-Verordnung verboten sind, oder für Zwecke, durch die der Dienst zu einem Hochrisiko-KI-System im Sinne von Art. 6 und Anhang III KI-Verordnung würde.
§ 7 Schädliche und rechtswidrige Inhalte und Aktivitäten
Nutzer dürfen den Dienst nicht nutzen, um Inhalte zu erstellen, hochzuladen, zu speichern oder zu verbreiten oder Aktivitäten vorzubereiten, die
rechtswidrig sind oder Schutzrechte, Geschäftsgeheimnisse, Persönlichkeitsrechte oder sonstige Rechte Dritter verletzen;
verleumderisch, belästigend, bedrohend oder diskriminierend sind oder zu Hass oder Gewalt gegen Personen oder Gruppen aufstacheln;
den sexuellen Missbrauch oder die Ausbeutung von Kindern darstellen oder fördern oder in sonstiger Weise pornografisch oder sexuell explizit sind;
Terrorismus, gewalttätigen Extremismus oder schwere Kriminalität verherrlichen oder fördern;
Betrug, Phishing, Spam, Schneeballsystemen oder sonstigen irreführenden geschäftlichen Handlungen dienen;
Desinformationskampagnen, der Manipulation von Wahlen oder demokratischen Prozessen oder irreführendem politischem Microtargeting dienen;
Anleitungen zur Herstellung oder Verwendung von Waffen, Sprengstoffen oder gefährlichen Stoffen oder zur Selbstverletzung enthalten;
Schadsoftware, Viren oder sonstigen schädlichen Code enthalten.
§ 8 Technische Integrität und faire Nutzung
Nutzer dürfen nicht
die Verwundbarkeit des Dienstes untersuchen, scannen oder testen oder Sicherheits- oder Authentifizierungsmaßnahmen umgehen, sofern Dinghy dies nicht ausdrücklich in Textform gestattet hat;
den Dienst dekompilieren, disassemblieren oder auf sonstige Weise zurückentwickeln, soweit dies nicht nach zwingendem Recht zulässig ist (insbesondere §§ 69d, 69e UrhG);
mit automatisierten Mitteln (z. B. Bots, Scrapern, Skripten) auf den Dienst zugreifen, außer über von Dinghy ausdrücklich hierfür bereitgestellte Schnittstellen;
versuchen, System-Prompts auszulesen, die Sicherheitsregeln des Dienstes oder der KI-Modelle zu umgehen (z. B. durch Prompt Injection oder Jailbreaking) oder die KI-Modelle zur Erzeugung von nach dieser Richtlinie unzulässigen Inhalten zu veranlassen;
Unit-Grenzen oder sonstige Nutzungsgrenzen umgehen, insbesondere durch das Anlegen mehrerer Konten oder die wiederholte Nutzung des Anonymen Tests oder von Testphasen;
den Zugang zu einem Konto mit anderen Personen teilen oder den Dienst weiterverkaufen, unterlizenzieren oder Dritten auf sonstige Weise zur Verfügung stellen, ausgenommen durch die Einladung von Projektmitgliedern über die bereitgestellten Funktionen;
den Dienst nutzen, um ein konkurrierendes Produkt oder einen konkurrierenden Dienst zu entwickeln, zu trainieren oder zu vergleichen, oder Persona-Vorlagen oder sonstige Inhalte des Dienstes systematisch extrahieren;
den Dienst unangemessen belasten oder seinen Betrieb oder die Nutzung durch andere Nutzer stören.
§ 9 Einladungen
Nutzer dürfen nur Personen zu Projekten einladen, die einen berechtigten geschäftlichen Bezug zum Projekt haben. Einladungen dürfen nicht zur Versendung unerwünschter Nachrichten genutzt werden.
§ 10 Nutzungsrichtlinien der KI-Anbieter
Der Dienst verwendet KI-Modelle von KI-Anbietern. Zusätzlich zu dieser Richtlinie haben Nutzer die Nutzungsrichtlinien der KI-Anbieter, deren Modelle ihre Anfragen verarbeiten, in ihrer jeweils geltenden Fassung einzuhalten. Dinghy veröffentlicht eine Übersicht der derzeit eingesetzten KI-Anbieter mit Links zu deren Nutzungsrichtlinien auf seiner Webseite unter https://www.asksona.io/de/unterauftragsverarbeiter#ki-anbieter. Bei Widersprüchen gilt die strengere Regelung.
§ 11 Meldung von Verstößen und rechtswidrigen Inhalten
Wer der Ansicht ist, dass im Dienst gespeicherte Inhalte rechtswidrig sind oder gegen diese Richtlinie verstoßen, kann dies Dinghy über abuse@asksona.io melden. Meldungen sollen enthalten: (a) eine hinreichend begründete Erläuterung, warum der Inhalt als rechtswidrig oder richtlinienwidrig angesehen wird, (b) Angaben, die Dinghy die Identifizierung des Inhalts ermöglichen (z. B. einen Link oder eine Beschreibung), (c) Name und E-Mail-Adresse der meldenden Person (außer bei Meldungen zu Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs) sowie (d) eine Erklärung, dass die Meldung in gutem Glauben erfolgt und die Angaben richtig und vollständig sind.
Dinghy bestätigt den Eingang von Meldungen und entscheidet über sie zeitnah, sorgfältig, willkürfrei und objektiv. Dinghy informiert die meldende Person über seine Entscheidung und die verfügbaren Rechtsbehelfe.
Behörden und Nutzer können Dinghy als zentrale Kontaktstelle nach Art. 11 und 12 des Gesetzes über digitale Dienste unter der veröffentlichten Postanschrift auf www.dinghy.studio/legal/imprint/ oder unter hello@dinghy.studio in deutscher oder englischer Sprache erreichen.
§ 12 Durchsetzung
Dinghy ist nicht verpflichtet, Kundeninhalte zu überwachen. Private Chats und Projektinhalte werden nicht routinemäßig überprüft; Dinghy greift auf sie nur in den in Ziffer 16.3 der AGB genannten Fällen zu.
Bei einem Verstoß gegen diese Richtlinie kann Dinghy die in Ziffer 15.2 der AGB vorgesehenen Maßnahmen ergreifen, insbesondere einzelne Inhalte entfernen oder sperren, Funktionen einschränken, das Konto sperren oder den Vertrag nach Ziffer 10.5 der AGB kündigen. Dinghy wählt die Maßnahme nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit unter Berücksichtigung der Schwere und Häufigkeit des Verstoßes, des Verschuldens und der Interessen der betroffenen Nutzer.
Dinghy setzt keine automatisierten Werkzeuge zur Erkennung oder Entfernung von Inhalten ein. Der Dienst enthält Sicherheitsvorgaben für die KI-Modelle, die dazu führen können, dass die KI bestimmte Anfragen ablehnt.
Beschränkt Dinghy Inhalte oder ein Konto, informiert Dinghy den betroffenen Nutzer über die Beschränkung, die ihr zugrunde liegenden Tatsachen und Umstände, die herangezogene Bestimmung dieser Richtlinie oder des Gesetzes sowie die verfügbaren Rechtsbehelfe, sofern dies nicht untunlich oder rechtswidrig ist (Art. 17 DSA). Nutzer können die Entscheidung anfechten, indem sie auf die Mitteilung antworten oder sich postalisch an die Dinghy GmbH Postanschrift wenden; Dinghy prüft den Einwand und teilt dem Nutzer das Ergebnis mit. Das Recht, gerichtlichen Rechtsschutz in Anspruch zu nehmen, bleibt unberührt.
Dinghy kann Verstöße den zuständigen Behörden melden, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben ist, insbesondere bei Verdacht auf eine Straftat, die eine Gefahr für das Leben oder die Sicherheit von Personen darstellt (Art. 18 DSA).
§ 13 Änderungen
Dinghy kann diese Richtlinie nach Maßgabe von Ziffer 21 der AGB ändern.