Medienpräferenzen helfen uns zu verstehen, welche Formate, Plattformen und Inhaltsstile sich für eine Person am natürlichsten anfühlen. Manche Menschen bevorzugen kurze Videos, weil sie Informationen schnell erfassen möchten. Andere bevorzugen ausführliche Artikel, weil sie Tiefe und Erklärung suchen. Manche Menschen vertrauen Bewertungen, Testimonials, Expert:innenmeinungen, Social-Media-Beiträgen, Newslettern, Podcasts, Produktdemos oder visuellen Beispielen. Die Art und Weise, wie Informationen vermittelt werden, kann beeinflussen, ob jemand aufmerksam bleibt, die Botschaft versteht oder dem vertraut, was er oder sie sieht.
Ohne Medienpräferenzen können Teams leicht annehmen, dass eine Art von Inhalt für alle funktioniert. Sie erstellen möglicherweise Kampagnen, Onboarding-Materialien, Produktinformationen oder Support-Inhalte, die intern sinnvoll erscheinen, aber nicht dazu passen, wie die Zielgruppe tatsächlich interagieren möchte. Eine Persona kann in Bezug auf Ziele und Herausforderungen gut definiert sein, aber wenn das Team nicht weiß, wie diese Person gerne lernt, vergleicht und entscheidet, kann die Kommunikation trotzdem ihr Ziel verfehlen.
Medienpräferenzen zu erstellen hilft Teams, bessere Fragen zu stellen. Bevorzugt diese Person es, zu schauen, zu lesen, zuzuhören oder zu scrollen? Möchte sie kurze Zusammenfassungen oder ausführliche Erklärungen? Vertraut sie Gleichgesinnten, Expert:innen, Influencer:innen, Communities oder Marken? Braucht sie visuelle Beweise, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, emotionales Storytelling oder sachliche Informationen, bevor sie sich sicher fühlt? Diese Fragen helfen Teams nicht nur zu verstehen, was gesagt werden sollte, sondern auch, wie die Botschaft geformt werden muss.
Genau hier werden Medienpräferenzen nützlich. Sie verbinden die Persona mit realen Kommunikationsgewohnheiten. Eine Persona, die Video bevorzugt, braucht möglicherweise Demos, Walkthroughs oder visuelle Beispiele. Eine Persona, die schriftliche Inhalte bevorzugt, benötigt vielleicht klare Artikel, Leitfäden oder Vergleichsseiten. Eine Persona, die sich auf Bewertungen verlässt, braucht möglicherweise Social Proof und Kundengeschichten. Eine Persona, die Newsletter bevorzugt, schätzt vielleicht Konsistenz, Kuratierung und vertrauenswürdige Empfehlungen.
Für Marketingteams können Medienpräferenzen die Content-Strategie und Kampagnenplanung leiten. Für Produktteams können sie Onboarding, Tutorials und Support-Erlebnisse prägen. Für Vertriebsteams können sie aufzeigen, welche Materialien jemandem helfen würden, sich bereit für eine Entscheidung zu fühlen. Für Research-Teams können sie zeigen, wie Menschen Informationen im echten Leben entdecken, verstehen und bewerten.
Das Ziel ist nicht, jede mögliche Medienart aufzulisten. Das Ziel ist zu verstehen, welche Formate für die Persona am wichtigsten sind und warum. Ein guter Abschnitt zu Medienpräferenzen hilft Teams, so zu kommunizieren, dass es für die Menschen, die sie erreichen möchten, relevant, zugänglich und glaubwürdig wirkt.
Am Ende erinnern uns Medienpräferenzen daran, dass gute Kommunikation nicht nur bedeutet, das Richtige zu sagen. Es geht auch darum, das richtige Format, den richtigen Ton und den passenden Detailgrad zu wählen, damit die Botschaft tatsächlich ankommt.
Denn eine Persona zu verstehen bedeutet nicht nur zu wissen, was sie braucht. Es bedeutet auch zu verstehen, wie sie am liebsten zuhört, lernt und interagiert.
